Die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) rief die Regierungen dazu auf, die sichere Beförderung von Flugzeugen weiter zu unterstützen.LithiumbatterienEntwicklung und Implementierung globaler Standards für Screening, Brandprüfung und den Austausch von Vorfallsinformationen.
Wie bei vielen per Luftfracht versendeten Produkten sind auch hier wirksame, weltweit angewandte Standards unerlässlich, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Herausforderung liegt im rasanten Anstieg der globalen Nachfrage nach Lithiumbatterien (der Markt wächst jährlich um 30 %), wodurch viele neue Versender in die Luftfracht-Lieferketten eintreten. Ein kritisches, sich entwickelndes Risiko betrifft beispielsweise Vorfälle mit nicht oder falsch deklarierten Sendungen.
Die IATA fordert die Regierungen seit Langem auf, die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften für den Transport von Lithiumbatterien strenger zu überwachen. Dies sollte härtere Strafen für unzuverlässige Versender und die Kriminalisierung schwerwiegender oder vorsätzlicher Verstöße umfassen. Die IATA bat die Regierungen, diese Maßnahmen durch zusätzliche Vorkehrungen zu verstärken.
* Entwicklung sicherheitsrelevanter Prüfstandards und -verfahren für Lithiumbatterien – Die Entwicklung spezifischer Standards und Verfahren durch Regierungen zur Unterstützung des sicheren Transports von Lithiumbatterien, analog zu den bestehenden Standards für die Luftfrachtsicherheit, trägt zu einem effizienten Ablauf für konforme Versender von Lithiumbatterien bei. Es ist unerlässlich, dass diese Standards und Verfahren ergebnisorientiert und weltweit harmonisiert sind.
* Entwicklung und Implementierung eines Brandprüfstandards für die Brandbekämpfung von Lithiumbatterien – Regierungen sollten einen Prüfstandard für Brände mit Lithiumbatterien entwickeln, um zusätzliche Schutzmaßnahmen zu bewerten, die über die bestehenden Brandbekämpfungssysteme im Frachtraum hinausgehen.
* Verbesserung der Erfassung und des Austauschs von Sicherheitsdaten zwischen Regierungen – Sicherheitsdaten sind entscheidend für das Verständnis und die effektive Bewältigung der Risiken von Lithiumbatterien. Ohne ausreichende relevante Daten lässt sich die Wirksamkeit von Maßnahmen kaum beurteilen. Ein besserer Informationsaustausch und eine engere Koordination bei Vorfällen mit Lithiumbatterien zwischen Regierungen und der Industrie sind unerlässlich für ein effektives Risikomanagement.
Diese Maßnahmen würden bedeutende Initiativen von Fluggesellschaften, Spediteuren und Herstellern unterstützen, um den sicheren Transport von Lithiumbatterien zu gewährleisten. Zu den bisherigen Maßnahmen gehören:
* Aktualisierungen der Gefahrgutvorschriften und die Entwicklung ergänzender Leitlinien;
* Die Einführung eines Warnsystems für das Auftreten von Gefahrgutvorfällen, das Fluggesellschaften einen Mechanismus zum Informationsaustausch über Ereignisse im Zusammenhang mit nicht deklarierten oder sonstigen Gefahrgütern bietet;
* Die Entwicklung eines Sicherheitsrisikomanagement-Rahmenwerks speziell für den Transport vonLithiumbatterien; Und
* Die Einführung von CEIV-Lithiumbatterien zur Verbesserung der sicheren Handhabung und des Transports von Lithiumbatterien entlang der gesamten Lieferkette.
„Fluggesellschaften, Spediteure, Hersteller und Regierungen wollen alle den sicheren Transport von Lithiumbatterien auf dem Luftweg gewährleisten“, sagt Willie Walsh, Generaldirektor der IATA. „Es ist eine gemeinsame Verantwortung. Die Branche erhöht die Anforderungen, um bestehende Standards konsequent anzuwenden und wichtige Informationen über unzuverlässige Spediteure auszutauschen.“
„Es gibt jedoch Bereiche, in denen die Führung der Regierungen entscheidend ist. Eine konsequentere Durchsetzung bestehender Vorschriften und die Kriminalisierung von Verstößen werden ein deutliches Signal an skrupellose Spediteure senden. Und die beschleunigte Entwicklung von Standards für Kontrollen, Informationsaustausch und Brandschutz wird der Branche noch effektivere Instrumente an die Hand geben.“
Veröffentlichungsdatum: 30. Juni 2022
